Anaerobe Schwelle: Überprüfung des Konzepts und Hinweise für zukünftige Forschungen

Die nachstehenden Zeilen sind eine Zusammenfassung des Artikels mit dem Titel „Anaerobe Schwelle: Überprüfung des Konzepts und Hinweise für zukünftige Forschungen“, dessen Originaltitel “ Anaerobic Threshold: Review of the Concept and Directions for Future Research ” in englischer Sprache von George A. Brooks verfasst und in Medicine and Science in Sports and Exercise, Vol 17, No. 1, pp 22-31, 1985 veröffentlicht wurde.

Die Lactatkonzentration im Blut ist das Ergebnis von:

  1. jenen Prozessen, die Lactat erzeugen und zu seinem Auftreten im Blut beitragen,
  2. jenen Prozessen, die nach seiner Entnahme aus dem Blut zur Katabolisierung des Lactats führen.

Folglich liefert die Lactatkonzentration im Blut ein Minimum an Informationen hinsichtlich der Geschwindigkeit der Lactatproduktion im Muskel. Eine Lactatakkumulation jenseits der Lactatschwelle [T(Lact)] liefert einen Hinweis darauf, dass die Lactatklärungsmechanismen nicht mit der Lactatproduktion Schritt halten können. Lactat wird in der Skelettmuskulatur als unmittelbare Folge der erhöhten Stoffwechselrate und des glykolytischen Kohlenstoffflusses erzeugt. Jene Faktoren, welche die Lactatproduktion im Muskel beeinflussen sind: das Vmax der Lactatdehydrogenase (LDH), welches um ein Vielfaches größer ist als die kombinierten Aktivitäten jener Enzyme, die alternative Leitungsbahnen für den Pyruvatstoffwechsel liefern; kM des LDH für Pyruvat, die niedrig genug ist, um eine maximale LDH-Stimulation bei der Umwandlung von Pyruvat zu Lactat zu gewährleisten sowie die Gleichgewichtskonstante K‘eq  der Umwandlung von Pyruvat zu Lactat, welche 1000 übersteigt.

 

Jüngste Studien in situ am Musculus gracilis bei Hunden zeigen deutlich, dass die Lactatproduktion bei der Kontraktion des rein roten Muskels aus anderen Gründen als einer O2-Beschränkung in der mitochondrialen ATP-Produktion auftritt.

 

Neben dem Scheitern der wesentliche Annahme der Hypothese der anaeroben Schwelle [T(an)], dass während submaximaler Anstrengung Beschränkungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von O2 in den Muskeln gesunder Individuen besteht, haben mehrere Forschergruppen Ergebnisse erzielt, die aufzeigen, dass die im Zusammenhang mit Veränderungen in der Lungenventilation pro Minute [d.h. der Atmungsschwellenwert T (Ventilation)] stehenden Parameter nicht immer eine Überwachung in der Veränderung in der Lactatkonzentration erzielen.

 

Daher versagt die Hypothese T(an) auf der Basis von Theorie und Prognose. Es wird eine Reihe von  Experimenten mit kinetischen Isotopenindikatoren vorgeschlagen, um die Kinetik von Lactat während des Trainings besser zu verstehen.

 

 

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