Vergleich der Lactatwerte der fetalen Kopfhaut mit den Blutgaswerten in arteriellem Nabelschnurblut

Australian and New Zealand Journal of Obstetrics and Gynaecology

Wir freuen uns, Ihnen die Zusammenfassung des Artikels „Vergleich der Lactatwerte der fetalen Kopfhaut mit den Blutgaswerten in arteriellem Nabelschnurblut“ dessen Originaltitel “Comparing fetal scalp lactate and umbilical cord arterial blood gas values” in englischer Sprache von Thea Bowler und Michael Beckmann verfasst und im Australian and New Zealand Journal of Obstetrics and Gynecology 2014; 54: 79–83veröffentlicht wurde.

Hintergrund: Das Lactat der fetalen Kopfhaut hat sich als in der Vorhersage fetaler Ergebnisse ebenso effektiv erwiesen wie der pH-Wert der Kopfhaut. Allerdings gibt es nur begrenzte klinische Evidenz, um eine starke Korrelation mit der fetalen Azidose bei der Geburt aufzuzeigen.

Ziele: Vergleich der diagnostischen Genauigkeit des Lactats der fetalen Kopfhaut und der Proben der Blutgaswerte des arteriellen Nabelschnurblutes.

Methoden:Es wurde eineretrospektive Kohortenstudie von Geburten ≥ 37 Wochen durchgeführt, bei denen während der Entbindung eine Lactatprobe der Kopfhaut entnommen wurde. Ausgeschlossen wurden jene Fälle, in denen das Lactat höher war als eine Stunde vor der Entbindung, in denen die verfügbaren Analysen der Gase in der Nabelschnur unvollständig waren oder in denen ein hypoxisches Sentinel-Ereignis vor der Geburt auftrat. Der endgültige Datensatz umfasste 229 Mikrovolumenmessungen von Kopfhautlactat, die mit neonatalen, während der Entbindung entnommenenWertepaaren von Nabelschnurblutgas verglichen wurden.

Ergebnisse: Eine Messung von Lactat der fetalen Kopfhaut von ≥ 4,8 mmol/L hatte einen positiven Vorhersagewert (PVW) von 1% und einen negativen Vorhersagewert (NVW) von 100% bei der Vorhersage des PH ≤ 7,00 der Nabelarterie und einen PVW von 5% und einen NVW von 98% bei der Vorhersage des PH ≤ 7,10 der Nabelarterie. Die Sensitivität und Spezifität dieser Werte betrugen jeweils 100%, 23% und 90%, 23%.

Schlussfolgerungen: Mikro-Stichproben des Lactats der fetalen Kopfhaut haben einen starken negativen Vorhersagewert für die fetale Azidose bei der Geburt.“

 

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Comparing fetal scalp lactate and umbilical cord arterial blood gas valuesº