Die Lactat-Clearance als Therapieziel bei Sepsis: ein unzulängliches Modell

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Nachstehend stellen wir Ihnen den Artikel “Die Lactat-Clearance als Therapieziel bei Sepsis: ein unzulängliches Modell” vor, dessen Originaltitel ““Lactate clearance as a target of therapy in sepsis: a flawed paradigm” in englischer Sprache von PE Marik und R Bellomo verfasst und in OA Critical Care 2013 März 01;1(1):3 veröffentlicht wurde.

Einführung: Eine weit verbreitete Meinung ist, dass ein hoher Lactatspiegel im Blut ein Marker für eine unzureichende Zufuhr von Sauerstoff sowie des anaeroben Stoffwechsels ist. Darüber hinaus wurde die Abnahmerate in der Lactatkonzentration (Lactat-Clearance) als Endpunkt einer frühen zielgerichteten Therapie bei Patienten mit Sepsis in kritischem Zustand empfohlen.Die Autoren liefern überzeugende Beweise dafür, dass eine hohe Lactatkonzentration die Folge des Anstiegs der aerobe Glykolyse als partielle Antwort auf Stress ist und dass die Anpassung der Therapie an die Abnahmerate der Lactatkonzentration eine potentiell schädliche Aufgabe ist. Andererseits kann eine Erhöhung der Lactatkonzentration eine wichtige adaptive Überlebensreaktion während einer kritischen Krankheit darstellen.

 

Schlussfolgerung: Eine hohe Lactatkonzentration bei Patienten mit Sepsis ist ein Marker für die Schwere der Erkrankung und kein Hinweis auf den anaeroben Stoffwechsel. Ein Erhöhen der Sauerstoffzufuhr, um einen nicht vorhandenen Sauerstoffmangel zu behandeln, kann schädlich sein. Die „Lactat-Clearance“ sollte nicht als Schlusspunkt der Wiederbelebung von Patienten mit Sepsis eingesetzt werden.“

 

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Lactate clearance as a target of therapy in sepsis: a flawed paradigm